Home
Ressourcen
Blog
Von der Allrounderin zum Sustainability Manager

Von der Allrounderin zum Sustainability Manager

Anja Herzog hat bei MS Direct einen beeindruckenden Weg zurückgelegt, auf dem sie zahlreiche Funktionen meisterte. Mit viel Tatendrang und dem Wunsch, Führungserfahrung zu sammeln, leitete sie schon zu Beginn erfolgreich den Standort von MS Direct Österreich. Als empathische Persönlichkeit war es ihr ein grosses Anliegen, Beruf, Familie und Freizeit in Einklang zu bringen. Dies führte dazu, dass sie im Laufe der Jahre verschiedene Positionen bekleidete und sich immer dort einbrachte, wo sie am meisten gebraucht wurde. Heute trägt sie als Sustainability und Procurement Manager wesentlich dazu bei, die Treibhausgas-Emissionen des Unternehmens zu reduzieren – eine echte Herausforderung, besonders im Logistikbereich. Im Interview nahm sie uns auf ihre Reise mit und gewährte Einblicke in ihren spannenden Werdegang.

Anja, du bist schon seit 2006 Teil des MS Direct-Teams – das ist eine beachtliche Zeit. Kannst du uns erzählen, wie es dazu kam?

Oh, das ist eine kuriose Geschichte! 2006 stand ich kurz vor dem Abschluss meiner berufsbegleitenden Weiterbildung zur eidgenössisch diplomierten Führungsfachfrau und war eigentlich gar nicht aktiv auf Jobsuche. Durch einen glücklichen Zufall machte mich jedoch eine Arbeitskollegin auf die Stelle als Standortleiterin bei MS Direct in Lauterach aufmerksam und meinte, sie sei wie für mich gemacht. Das weckte meinen Ehrgeiz. Ich sah darin meine grosse Chance und bewarb mich kurzerhand. Interessanterweise war mir sowohl das Unternehmen als auch die Branche bis dahin völlig unbekannt – ich betrat also komplettes Neuland. Im Vorstellungsgespräch konnte mich jedoch das Team und die Atmosphäre so begeistern, dass ich keine Sekunde zögerte und zusagte. Und so begann mein Abenteuer bei MS Direct: ohne Führungs- und Branchenerfahrung, aber dafür mit einem fantastischen Team an meiner Seite.

Das klingt nach einem mutigen Schritt. Wie hast du dich in der neuen Umgebung und Rolle zurechtgefunden?

Ich stand natürlich vor einer steilen Lernkurve. Ich warf mich von Anfang an mit vollem Elan in die Arbeit, lernte die Prozesse und mein Team direkt im Arbeitsalltag kennen. Schnell wurde mir klar, an welchen Stellen wir noch Optimierungen vornehmen konnten. Da setzte ich sofort an. Unter anderem sorgte ich dafür, dass wir unsere Büros modernisierten – es gab tatsächlich noch Bereiche, in denen mit Schreibmaschinen gearbeitet wurde. Von Anfang an spürte ich grosses Vertrauen und hatte die Freiheit, vieles zu verändern. Natürlich brachten diese Veränderungen auch Herausforderungen mit sich, besonders wenn diese meine Mitarbeitenden betrafen. Da bin ich manchmal auf Gegenwehr gestossen. Schnell wurde mir klar, wie entscheidend eine klare Kommunikation und die Einbindung der Mitarbeitenden in neue Prozesse sind – eine wichtige Lektion, die vermutlich viele neue Führungskräfte machen müssen.

Mit deinem Engagement hast du unseren Standort in Lauterach massgeblich geprägt. Nach fünf Jahren hast du dich bei MS Direct verabschiedet, um dich deiner Familienplanung zu widmen. Wieso hat dich dein Weg wieder zu uns zurückgeführt?

Ich hatte schon immer den Traum, meine eigene Familie zu gründen und genoss diesen Lebensabschnitt in vollen Zügen. Doch ist mir auch eine sinnstiftende Tätigkeit ausserhalb der eigenen vier Wände wichtig. Bei MS Direct hatte ich viele Freundschaften geschlossen und hielt mit einigen Personen immer noch Kontakt. Als ich nach zwei Jahren wieder ins Berufsleben einsteigen wollte und eine Teilzeitstelle suchte, lautete die Frage eher: Warum nicht MS Direct?

Seit 16 Jahren bei MS Direct im Einsatz – Anja Herzog (Bild: MS Direct AG)

Du hast dich also ein zweites Mal für MS Direct entschieden – warum genau?

Ja, genau. Der Entschluss fiel mir leicht. Ich habe mich hier immer willkommen gefühlt und die flexible Handhabung von Teilzeitstellen kam mir sehr entgegen. Ich war offen für verschiedene Tätigkeiten – Hauptsache, ich konnte einen Beitrag leisten. Es war schön zu sehen, dass auch auf Unternehmensseite grosse Freude über meine Rückkehr herrschte. Da das Unternehmen damals noch recht klein und familiär war, fanden wir schnell eine passende Rolle für mich.

Du hast seitdem viele Aufgaben übernommen. Erzähl doch mal, welche das waren?

Da gab es wirklich viele [lacht]. Grundsätzlich wurde ich dort eingesetzt, wo Bedarf war. Meine Stelle hatte anfangs nicht einmal eine offizielle Bezeichnung. Das war aber genau das richtige für mich. Ich genoss grosses Vertrauen, konnte flexibel arbeiten und hatte fantastische Menschen um mich herum – alles Qualitäten, die MS Direct bis heute auszeichnen. Unter anderem übernahm ich Aufgaben im Bereich Beschaffung, kümmerte mich um Betriebsverpflegung und Partnerschaften und half beim Aufbau von Strukturen, wo es noch keine gab. 

Nach einigen Jahren wurde meine Position dann unter dem Titel Logistic Operations Manager zusammengefasst. Ich übernahm die Einsatzplanung, führte Qualitätsgespräche mit Mitarbeitenden und unterstützte beim Recruiting. Ein paar Jahre später half ich beim Aufbau des neuen Logistikstandorts in Arbon, richtete Arbeitsplätze ein und kümmerte mich um die Beleuchtung. Zuletzt war ich dann noch stark im Bereich Prozessoptimierung tätig und führte unter anderem das 5S-Qualitätsprinzip ein. Um die Prozess-Qualität sicherzustellen, führten wir wöchentliche Audits an den Standorten durch. Es war also wirklich sehr abwechslungsreich.

Wow, du bist also ein wahres Multitalent. Und wie bist du schliesslich zum Sustainability gekommen?

2020 wurde mir angeboten, den Bereich Nachhaltigkeit zu übernehmen. Da wusste ich: Das ist genau das Richtige für mich. Die Sicherstellung der Prozess-Qualität fand ich zwar auch sehr spannend, mit dem Nachhaltigkeitsthema konnte ich mich hingegen mehr identifizieren.

Sorgt dafür, dass immer genug Material vorhanden ist – Anja Herzog (Bild: MS Direct AG)

Und gefällt dir deine aktuelle Tätigkeit als Sustainability & Procurement Manager?

Ja, absolut. Jetzt kann ich mich mit Prozessen beschäftigen und etwas Positives für die Umwelt bewirken. Und in Sachen Nachhaltigkeit geht bei MS Direct wirklich was – wir sind nämlich schon seit ein paar Jahren klimaneutral! Wir wollen aber nicht nur CO2 kompensieren, sondern reduzieren. Darum haben wir uns 2020 für die Science based Target Initiative committet. Wir haben unsere Daten, wir haben eine Grundlage und wir haben ein Ziel, jetzt geht es ans Eingemachte. Genau das erfüllt mich. Ich freue mich Massnahmen umzusetzen und unsere Mitarbeitenden auf die Reise mitzunehmen.

Das klingt sehr nach deiner Berufung. Ist dir denn Nachhaltigkeit auch persönlich ein Anliegen?

Definitiv! Als Mutter möchte ich auch meinen Kindern eine gesunde Umwelt hinterlassen. Meine Tochter fragte mich mal, was ich denn genau bei der Arbeit mache. Mein Mann erklärte ihr dann: ‘Mama sorgt dafür, dass nicht noch mehr Eisbären sterben müssen.’ Es sind solche kleinen Dinge, die mir auch im privaten Umfeld Erfüllung geben.

Was macht eigentlich ein Sustainability & Procurement Manager?

Hast du schon eine Idee oder einen Wunsch, wie deine Reise weitergeht?

Das ist schwierig zu sagen. Ich wusste eigentlich noch nie genau, wohin die Reise geht, ich habe mich immer dort engagiert, wo ich gebraucht wurde. Bis jetzt haben sich für mich immer wieder spannende Türen aufgetan. Zentral für mich ist, dass ich mit meiner Arbeit etwas bewirken kann.

Du hast es schon erwähnt aber jetzt nochmals ausführlich: Was macht MS Direct für dich zu einem guten Arbeitgeber?

Ich denke Offenheit, Flexibilität und Vertrauen sind die zentralen Eigenschaften von MS Direct. Offenheit gegenüber Innovationen, Flexibilität gegenüber Teilzeitarbeitenden und Vertrauen in jeden Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin. Man darf hier selbständig arbeiten, Verantwortung übernehmen und kann – wenn man sich engagiert – sehr viel bewegen. Am Anfang braucht man sicher etwas Zeit, sich in diesem Umfeld zurechtzufinden, kann sich aber auch schnell einbringen und mitgestalten.

Letzte Frage: Was würdest du denn neuen Mitarbeitenden raten, damit sie sich bei uns schnell zurechtfinden?

Wichtig ist, dass man mit den Leuten in Kontakt tritt und sich nicht scheut, einfach mal anzurufen. Auch empfehle ich jedem einen Besuch bei unseren Produktionsstandorten abzustatten und einen Tag mitzuhelfen. So erhält man ein gutes Gespür dafür, was wir eigentlich machen, wer dahintersteckt und wie die Prozesse funktionieren. Wichtig ist, offen zu sein, zu lernen und Verantwortung zu übernehmen. Man sollte nicht vor Herausforderungen zurückschrecken und natürlich auch den Spass an der Arbeit nicht vergessen!