Ein Fulfillment-Dienstleister übernimmt Prozesse wie Lagerung, Kommissionierung, Verpackung und Versand und kann auch die Retourenverarbeitung abwickeln. Der Carrier übernimmt den physischen Transport und die Zustellung der Sendung. Fulfillment-Dienstleister arbeiten dafür in der Regel mit einem oder mehreren Carriern zusammen.
Wichtige Kriterien sind Laufzeiten, Kosten, die Abdeckung der relevanten Zielländer, Tracking, Zustelloptionen und Zustellqualität. Je nach Sortiment kommen Anforderungen an Grösse, Gewicht oder die Retourenabwicklung hinzu. Welche Carrier am besten passen, hängt unter anderem von Versandvolumen, Zielländern und Sendungsstruktur ab. MS Direct bündelt Versandvolumen und kann Fulfillment-Kunden dadurch attraktive Versandkonditionen für den Schweizer Markt anbieten.
Bei einem Multi-Carrier-Setup werden mehrere Carrier parallel eingesetzt. Die Auswahl kann beispielsweise nach Zielland, Sendungsart, Laufzeit oder Kosten erfolgen. Dadurch lässt sich für unterschiedliche Versandanforderungen der passende Carrier einsetzen und die Abhängigkeit von einem einzelnen Anbieter reduzieren.
Bei Direct Injection werden internationale Sendungen gebündelt in das Zielland transportiert und dort direkt in das lokale Zustellnetz eines Carriers eingespeist. Dadurch lassen sich je nach Versandmodell Laufzeiten verkürzen und lokale Zustellnetze nutzen. MS Direct setzt bei Sendungen in die Schweiz, nach Grossbritannien und Norwegen auf Direct Injection über lokale Carrier.
Bei einer nicht erfolgreichen Zustellung folgt der Carrier seinem jeweiligen Prozess. Dazu können ein weiterer Zustellversuch, die Hinterlegung an einer Abholstelle oder die Rücksendung gehören. Der konkrete Ablauf hängt vom Carrier, Zielland und gewählten Versandservice ab.