Beim Versand mit DAP liefert der Verkäufer die Ware bis vor die Haustür des Kunden, dieser muss sich jedoch selbst um die Verzollung kümmern und allfällige Einfuhrabgaben begleichen. Das kann für Endkundinnen und -kunden zu unerwarteten Zusatzkosten oder Verzögerungen bei der Zustellung führen.
DAP eignet sich für Onlineshops, die den administrativen Aufwand der Zollabwicklung nicht selbst übernehmen möchten oder in Märkten liefern, in denen eine Vorfinanzierung der Einfuhrabgaben schwierig ist. Der Nachteil liegt in einer potenziell schlechteren Customer Experience, da der Käufer bei Zustellung mit zusätzlichen Kosten rechnen muss.
Der Käufer trägt das Risiko für die Zollformalitäten sowie sämtliche Einfuhrzölle und Steuern, die bei der Ankunft im Zielland anfallen. Verzögerungen durch fehlerhafte oder unvollständige Zolldokumente gehen ebenfalls zulasten des Käufers.
Bei DDP (Delivered Duty Paid) übernimmt der Verkäufer zusätzlich die Verzollung sowie alle Einfuhrabgaben, wodurch der Käufer keine weiteren Kosten oder Formalitäten hat. DAP verlagert diesen Teil der Verantwortung auf den Käufer und ist damit für den Verkäufer der Incoterm mit geringerem Aufwand, aber potenziell höherem Reibungsverlust beim Kunden.